1.9.34 (Samstag)
In der Firma Stumpf:
Gerechtigkeit!
Ich könnte es schreien in Wut und in Zorn. Die letzte Woche habe ich Frl. Schmid am Telefon vertreten mit gutem Erfolg und habe mich mit einigen Apotheken einigermaßen angefreundet, die ich aber in Bausch und Bogen doch alle für verknöchert und dünkelhaft halte.
Probleme mit der Kasse:
Vor allen Dingen machte mir die Kasse zu schaffen und konnte ich die ersten zwei Nächte fast nicht schlafen wegen einer Differenz, die mir aber dann schon noch einfiel.
Ungerechte Bezahlung?
Das wahnsinnige an der Sache aber ist der Umstand, daß Frl. Irl, die jetzt meinen Posten in der Faktura einnehmen sollte, für den ich absolut nicht mehr bekam, aber zu blöd dazu ist [Anmerkung: gemeint ist Frl. Irl], nur weil sie dem Herrn Wappler schön tun kann, schon für das laufende Monat mehr bekommt als ich, wenn ich den Posten von Frl. Schmid ausfülle und abends als letzte gehe habe ich so viel wie Frl. Pfeiffer, die Bleistifte spitzt und den anderen den Dummen macht.
Burnout?
Mich freut mein Beruf und nachdem ich keine Ablenkungen und Abhaltungen durch andere Freunde und Verpflichtungen habe, kann ich ganz mit der Sache mitgehen, aber daß es in dieser Weise verkannt wird, macht mich maßlos wütend, daß ich mich selbst nicht mehr kenne.

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