Vor Jahren bin ich in einem Antikshop auf ein Tagebuch aus der Zeit des Deutschen Reichs gestoßen. Die Tagebuchseiten sind für mich ein wertvoller Einblick, wie das Leben im Dritten Reich von ganz normalen Menschen empfunden wurde. In diesem Fall handelt es sich um ein Fräulein das in München lebte. Lasst uns ein wenig „durchs Schlüsselloch“ spähen und einen kleinen Moment mit ihr zusammen gehen.

Ich habe das Tagebuch ca. 2010 in einem Antikhandel in München gefunden und fand es sofort spannend und interessant, da es in einem Jahr geschrieben wurde, in dem sich in Deutschland der Nationalsozialismus festigte. Damals wusste ich noch nicht, was ich damit machen würde, es war für mich einfach nur ein interessanter Einblick in die damalige Zeit und nie von mir für die Öffentlichkeit gedacht.

Nun habe ich gerade ein Fernstudium zum Onlineredakteur abgeschlossen und die derzeitige Lage in Europa erinnert mich sehr an die damaligen Anfänge. Die Menschen sind unzufrieden mit der Regierung, verdienen zu wenig, werden immer höher besteuert und der Antisemitismus greift rasant um sich. Ich bin der Meinung, dass das Tagebuch einen unverfälschten Einblick in die damalige Zeit bietet. Es ist zwar ein einseitiger Einblick, jedoch meine ich, einer der üblicherweise nicht publiziert wird. Es handelt sich bei der Schreiberin um eine schätzungsweise 22-jährige, berufstätige junge Frau, die mit 19 ihr Abitur abgeschlossen hat.

Ich habe bis jetzt (5.5.26) genau 18 Tage transkribiert und für mich lesbar niedergeschrieben. Ich habe absichtlich die Schreibweise und die Zeichensetzung beibehalten und nicht an die heutige Rechtschreibung angepasst, da ich die Tagebucheinträge unverfälscht zur Verfügung stellen möchte. Das Tagebuch aus dem Jahr 1934 bietet einen intimen Einblick in eine der spannendsten und gleichzeitig düstersten Phasen der Geschichte – zwischen dem Echo der „Goldenen Zwanziger“ und dem heraufziehenden Schatten des Nationalsozialismus. Das Projekt „Zwischen Alltag und Abgrund“ soll eine sachliche und wertfreie Wiedergabe des Tagebuches sein und spiegelt in keiner Weise meine persönlichen Präferenzen oder Einstellung zum Thema wider.

Weitergehende Informationen aus dem Zeitgeschehen wurden von mir entweder verlinkt oder mit eigenen Recherchen ergänzt. Um die Benutzerfreundlichkeit zu erhalten, habe ich die Links so eingestellt, dass ihr sie in einem weiteren Tab öffnen könnt.

Ich freue mich über eure Kommentare und beantworte gerne Fragen, die eventuell aufkommen.

Danke, dass ihr mir folgt und mit mir den Ausflug ins Jahr 1934 wagt!

Petra von Kornatzki

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